Neulich mal…

Juli 26, 2008 at 4:34 Uhr nachmittags (101168, KleinerFisch)

Dies entstand vor unbekannter Zeit…

“Hui, so brummig war das Fischköpfchen aber schon lange nicht mehr. Berichte von derartigem Schlafmangel waren eher Seltenheit in letzter Zeit. Überhaupt waren Novalee’s Partyqualitäten doch stark eingeschränkt. Mit ner Beziehung wird man zum Sesselpupser. Jawoll. Kann sich das ändern? Eigentlich fand Novalee das doch sehr bequem. Lange hielt sie es ohne den Kleinen eh selten aus. Und das ärgerte sie. Was war denn aus ihr geworden? Ne Klette. Klettenfisch. Ha. Klettenfische waren ihr sonst immer suspekt gewesen. Außerordentlich. Und nun? Und nun. Die Gleichung ging halt nicht mehr auf. Party = Flirten Aufmerksamkeit & Zuneigung. Letzteres gab’s jetzt beim Kleinen. Flirten fühlte sich nicht mehr so gut an. Wär ja auch bedenklich. Und so blieb die Party wie ein lästiger Beigeschmack. Unnötig. Schlafraubend. Vom Kleinen entfernend. Nicht gut. Aber ohne sie war das Leben auch langweilig. Der Körper nur noch légère - kein Styling mehr. Kein Spaß. Nur schöne Zweisamkeit. Aber gefährlich. Denn was würde passieren, wenn der Kleine ginge, verschwinde, sich trenne…? Dann wäre der Abgrund unter Novalee keine Fata Morgana mehr. Sondern Realität. Und das gestörte Verhältnis von Novalee zur Realität GmbH ist schließlich hinreichend bekannt. Nicht gut. Nicht gut.

Welche besten Freunde würden sie auffangen? Welcher Kellner sie mit seinem stets charmanten Lächeln aufmuntern? Grund genug, dass sich was ändern muss.”

Und so ändert sich. Vieles. In wenigen Tagen.

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Sturm vor dem Sturm

Juni 30, 2008 at 3:05 Uhr nachmittags (KleinerFisch, Wasser)

Novalee saß in ihrem Aquarium und fragte sich, was mit ihr los war. Schon wieder dieses diffuse Gefühl der Angst, dieses diffuse Gefühl des Verlustes. Dabei war es doch normal. Novalees Leben würde sich in vermutlich sogar weniger als 2 Monaten komplett verändern. Ein neuer Lebensabschnitt wartete auf sie und wieder gesellte sich die Unruhe dazu, die mit der Hoffnung einherging, Altes und Neues zu einem neuen schönen Ganzen zusammensetzen zu können.  Allen voran steht der Kleine. Sie liebte ihn abgöttisch und genoss es so sehr, jede Nacht in seiner Nähe sein zu dürfen, Tage des Stresses zu erleben und ihm abends in die Augen schauen zu können. Doch während alle anderen Pärchen zusammenrückten, rückten sie auseinander. Bewusst und sachlich. Sich gegenseitig versichernd, dass es klappen wird. Aber Novalees Angst stieg immer weiter in ihr hoch und sie wünschte sich, bei ihm bleiben zu können, obwohl sie doch ebenso gerne diese neue Umgebung wollte.

Was wird passieren, wenn es nicht klappt? Wenn ihre Unsicherheiten sie dazu bringen, sich entweder immer mehr an ihn zu klammern oder immer weiter von ihm zu entfernen. Novalee stiegen die Tränen in die Augen. Wir sind nunmal kein normales Paar. Wieso sollte ich es jetzt erzwingen? Sie hatten sich in vertrauter Umgebung lieben gelernt. Nun ging sie. Während er blieb. Aber ebenfalls zu bleiben, würde bedeuten, dass sie ihre eigenen Ziele aus den Augen verliert. Das würde weder ihn noch sie glücklich machen.

Es gab noch viel zu tun. Es stand noch ein gemeinsamer Urlaub auf dem Plan. Der sie sicherlich noch enger zusammenschweißen würde. Und dann - von heute auf morgen - wird es heißen: getrennte Lebensräume.

Und so saß sie dort. Und fühlte sich komisch. Und verlor den Mut. Ein wenig.

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Das erste Mal

Juni 17, 2008 at 12:07 Uhr nachmittags (Fische, KleinerFisch)

Das erste Mal ist nicht immer etwas Gutes. Mein erster Kuss auf der Toilette mit 8 zählt nicht. Und gut war er auch nicht. Mit 15 kam dann der zweite erste Kuss. Ich war ein Spätzünder. Und der Typ hat gesabbert. Eine Erfahrung, die nach mir sicherlich noch viele machen mussten. Bäh. Das erste Mal Sex war eine Katastrophe. An einem Ort, der denkbar ungeeignet für das erste Mal war. Keine Romantik. Noch nicht mal Lust. Nur der Gedanke Wenn er schon fragt, dann kann ich es jetzt ja auch hinter mich bringen. Schließlich war ich schon so alt, dass ich befürchtete, es niemals zu einer sex-habenden Frau zu bringen. Er hat mir nichts bedeutet. Und ich war froh, als wir gestört wurden und ich ihn in die kalte Nacht verbannen konnte. Der erste One-Night-Stand = Das erste Mal Sex. Alles eine Suppe. Unspektakulär. Der erste Freund. Mit 16. Katastrophe. 3 Monate, davon die Hälfte gehörnt. Super erste Erfahrung. Ach, und übrigens: der erste Sex kam übrigens nach dem ersten Freund. Und nach dem zweiten… ähhöm…

Und nun. Das erste Mal. Das erste Mal die drei Worte sagen. Das allerallerallererste Mal. Es war einer der schönsten Momente in dieser Beziehung, einer der schönsten Momente dieses Lebens. Ich habe lange mit mir gehadert, wann… wo… wie… ob! Es kam mir immer komisch vor. Falscher Zeitpunkt. Falscher Ort, falsche Intention. Aber nun. Kam es, weil es kommen musste. Weil es richtig war und weil es passte und weil ich es mehr als je zuvor gefühlt habe.

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Kurz vor’m Match

Juni 12, 2008 at 5:20 Uhr nachmittags (101168)

Deutschland spielt. Na und? Wen interessiert es denn, wenn Novalee mal wieder in einer Krise steckt? Alle. Nur Novalee nicht. Die steckt in einer Krise. Und welche Krise ist es? Die normal zyklisch einmal im Monat auftretende gleiche Sch****. Aber jedes Mal ein Drama. Welche Dinge gehen ihr heute durch den Kopf?

  1. Liebt der Kleine mich eigentlich wirklich?
  2. Warum hab ich keine Freunde?
  3. Warum bin ich immer so zickig und unentspannt?
  4. Was wird aus meinem Leben werden?

Alles Fragen, die man sich nicht stellen muss. Gut. Nummer 2 ist angesichts der Tatsache, dass Novalee immer viele Freunde gehabt hatte, doch eine interessante Frage. Alles andere ist der besonderen Situation des quasi Absolventen-Daseins geschuldet. Wobei Nr. 1 eine besondere Stellung einnimmt. Es ist der Beweis dafür, dass es so nicht weitergehen kann. Das Klammern. Das Leben-Ausrichten nach dem Kleinen. Das alles.

Novalee schwimmt so langsam wie schon lange nicht mehr. Na und? Früher war sie immer zu schnell. Zu gestresst. Jetzt ist sie langsam. Und gestresst… ist sie auch. Mist verdammter… Der Ehrgeiz ist dabei nämlich leider flöten gegangen. Der Ehrgeiz. Das Was.Erreichen.Wollen. Weg. Weg. Weg. Da kommt Ekel auf. Ekeliger Ekel.

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Wunsch nach stillem oZEaN, den sie nicht erträgt

Januar 23, 2008 at 12:09 Uhr vormittags (KleinerFisch, Wasser)

Zu Hause. Heimat. Ruhe. Heimelig. Heimisch.

Zu Hause ist für Novalee mittlerweile ein Begriff, der sich nicht mehr unbedingt positiver Assoziationen bedient. Hui. Stimmen..StimmenStiMMEn. Stell dich nicht so an. Genieß die letzten Monate in studentischer Freiheit. Klammer nicht so. Rede mit ihm. Flipp aus. Lebe. Hör doch nicht auf das Geräusch. Aber es ist da das Geräusch. Und mit ihm. Der Schmerz. Im Kopf. Novalee sieht sich um. In ihrem Aquarium. Und weiß nicht mehr, wo sie hingehört. Alles Statische. Alles Verlässliche. Nicht mehr statisch. Nicht mehr verlässlich. Es dröhnt. Und es wütet. Und es hasst. Und sie klammert sich. An das. Was sie hat. Das einzig Beständige. Paradox. War es doch immer dieser Bereich, in dem es nichts Beständiges gab. Viele Fische im Wasser. Nie einer, der passte. Und nun. Ein kleiner Fisch. Das einzige Beständige? VErrückt. Diese Welt. Sie hatte immer das Gefühl gehabt, vieles im Griff  zu haben. Nur die Fische nicht. Und nun ist da dieser Kleine. Und nichts geht mehr. Nur er. Und sie. Und WIE! Aber die Energie. Ist verschwunden. Die Freude außerhalb dieses KleINen Lebensraumes. Wo ist sie? Ist es denn normal, dass Novalee ein Leben mit Fisch aber ohne Freunde lebt? Naja. So ist es ja nun auch nicht!!! Ok ok. Dann eben ohne FreuDE. Flatline. Kaum Emotionen. Schmerzen. Im Kopf. Dröhnen im Ohr. Ungewissheit. Spannende Ereignisse. Ohne Spannung. Eher mit Abscheu vor den großen Schritten. Die einst so natürlich liefen. Und heute fast erzwungen wirken.

Gleich ist er wieder da. Und die Welt um Novalee herum schwindet. Vernebelt. Schwebt und wabert. Mit Realität hat das nichts zu tun.

Aber wie schafft man es, dieses KleinE grOße Glück auf die Ebene der Realität und aus dem Aquarium heraus zu heben???

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WUT

Januar 6, 2008 at 4:22 Uhr nachmittags (Wasser)

WUT in mir. WUT aus mir. WUT strömt. WUT muss endlich raus. WUT sträubt sich.

Dinge, die mich wütend machen.

  • Dein Verhalten uns gegenüber ist das Letzte.
  • Deine Launen sind unerträglich.
  • Die Schuld auf mich zu schieben, kommt dir gerade recht.
  • Alles, was du noch für diese Gemeinschaft übrig hast, ist zu maulen und die Stirn zu runzeln.
  • Kein Funken Freundlichkeit kommt mehr von dir.
  • Du zerstörst alles.
  • Du bist ungerecht.
  • Dein Selbstmitleid ist zum Kotzen.
  • Du bist selbstgerecht und alles liegt immer nur an allen anderen.
  • Du missgönnst.
  • Du interessierst dich nicht die Bohne für deine Mitmenschen, fragst niemals, wie es ihnen geht, sondern lässt dich fragen, wie es dir geht.

Ich HASSE dich!

Am liebsten würde ich dich aus meinem Leben verbannen. Verrecke!

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Shit happens

Dezember 30, 2007 at 11:09 Uhr nachmittags (KleinerFisch, Wasser)

zum Beispiel, wenn man verlernt, alleine zu sein. ShIT. Dat hatte doch janz jut jeklappt. Und nu isses wieder eingetreten: Das Einsamkeitshypochondersyndrom. Ganz schön dumm. Wie erklärt man nun der nervigen Göre, dass sie selber Schuld ist, wenn sie sich so an den Kleinen hängt. Wenn sie jede freie Minute mit ihm verbringt, alles andere mit Freude vernachlässigt. Und so gerne das Hirn abschaltet, weil es so verdammt einfach ist. Sie schaltet alles andere einfach aus. Weil es anders nicht geht. Glaubt sie zumindest.

Und so dreht sie durch, wenn das Aquarium auf einmal leer ist. Alle vermeintlichen “Hobbies” verschwinden. Nichts mehr da, das sie tun könnte. Nichts mehr, nach dem ihr Körper oder Geist verlangt. Und so verplempert sie die Zeit und wartet, bis sie ihn wieder in ihre Arme schließen kann… Und fristet ein abhängiges Dasein. Das ihr Angst macht.

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Schei*********************

Dezember 27, 2007 at 10:23 Uhr nachmittags (MA, Wasser)

Was macht man eigentlich, wenn man sich scheiße fühlt, obwohl man kein Recht dazu hat? Was macht man da? Vielleicht weiß das WWW etwas darüber…

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Das MUSTER

Dezember 9, 2007 at 3:10 Uhr nachmittags (MA)

Novalee brauchte genau zwei Tage, um zu realisieren, was mit ihr los war. Es war das Muster. Das Muster kam und ging, das war sicher. Eigentlich hatte sie gelernt, mit diesem unliebsamen Besucher umzugehen. Sie hatte gelernt, ihn zu analysieren. Sein Erscheinen vorauszusehen. Diesmal aber traf er sie unvorbereitet an. Und sie brauchte zwei Tage mit vielen Tränen.

Nun war ihr klar. Worum es dem Muster ging. Wie immer. Aus dem Konzept bringen. In den Nebel schubsen. Typisch für das Muster war, dass es kam, wenn Alltag nicht mehr Alltag war. Wenn Alltag, der sich ein paar Monate breit gemacht hatte, umschwang.  Und sein Gesicht wechselte.

Der neue Alltag heißt: MA. Abschluss. Mehrere Monate forschen. Recherchieren. Schreiben. Leiden. Unerträglich viel daran denken.

Irgendwann musste es kommen. Und so gut sie glaubte, alles im Griff zu haben, so wenig hatte sie es. Tja. Aber gelernt hatte sie ja: Wissen.Ahnen.Vorbereiten. Ist die beste Medizin. Die halbe Miete. Und dieses Wissen kam vor 3 Tagen. Zum Glück. Es kam mit einem Gespräch und einem weiteren. Es kam mit der Gewissheit, dass ihr Fisch und Blut, ihr kleines Schwesterchen, wieder Teil ihrer Welt war. Es kam mit dem Erfahrungsbericht einer Freundin, die ihr vor langer Zeit mal den Kopf gewaschen hatte. Die immer sehr souverän wirkte und gerade erst wieder eine schrecklich Phase überstanden hatte. So kann man sich täuschen. Es kam und war da und war gut.

Nun heißt es, zu wissen, was zu tun ist, wenn es eskaliert.

Ein wenig Angst bleibt.

Und bleibt.

Bleibt.

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Angst?

Dezember 6, 2007 at 12:28 Uhr nachmittags (KleinerFisch, Wasser)

Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Aber ich weine seit gestern ständig. Der Auslöser war eine Freundin, die mir aus verständlichen Gründen abgesagt hat… Aber das ist nicht der Grund. Den Grund kann ich nicht finden. Ich habe irgendwas in mir. Das mich verrückt macht. Ich fühle das Glück nicht. Warum fühle ich das Glück nicht? Der Kleine hilft mir in diesem Gefühl nur, wenn er da ist. Dann ist es weg. Und ich bin froh, dass er für mich da ist. Aber kaum ist er weg. Ist es wieder da. Und ich fühle mich so schlecht. Bereits jetzt. Dabei hat die Phase doch gerade erst angefangen. Und ich habe mir vorgenommen, mich während dieser Zeit nicht unter Druck zu setzen. Und nun. Tue ich es doch.

Habe ich AnGsT? Wovor denn? Verlustangst? WArum? Es GIbt KeinEN GrUNd. Es gibt doch keinen. Aber die Welt kracht schon jetzt auf mich nieder. Ich hatte damit frühestens im Januar gerechnet. Und jetzt ist es da. Ist es da. Ist es da. Ist es da. Verdammt.

Wie werde ich es wieder los? Wie? Gute Musik? Aktivitäten?

Ich habe Angst, mit ihm darüber zu reden. Weil ich Angst habe, dass er mich dann nicht mehr will. Dabei ist das so ein Quatsch. Aber was tue ich? Was tue ich denn jetzt?

WaS?WAsWaswAS?

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