Puuh…
… nochmal davon gekommen! Ohne Goodbye. Aber – Mann – hatte ich eine Angst!!!! Aber ich muss einfach langsam verstehen, wie dieser Goldfisch tickt! Er ist nicht wie die, die ich bisher getroffen habe. Ich muss lernen, ihm zu vertrauen. Aber – holla – das ist echt nicht einfach, bei der Vorgeschichte!
Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich schöne Stunden mit ihm verbringe! Zusammen mein Fischmobil checken, was kochen und essen, zusammen Dart spielen. Den Nachmittag lang seinem Kumpel beim Rennen zusehen! Das ist Glück! Das ist Ruhe. Das ist Zweisamkeit, die ich bisher nicht kannte.
Da kommen noch einige Hürden auf mich zu, aber die muss ich irgendwie umschwimmen! Und dann wird hoffentlich alles gut!
Weg mit den trüben Gedanken! Und los, raus, feiern, glücklich sein!
Mal sehen, wie lange dieser Optimismus anhält, aber man kann ja nicht immer gleich alles wollen, nicht wahr?
Horror-Szenario
Mir ist nicht zu helfen…
Ich drehe komplett durch und habe die schlimmsten Vorahnungen, was den heutigen Tag angeht.
Goldfisch bei mir zu Hause. Klärendes Gespräch. Schnappsidee. Zu viel Druck. Erstmal alleine sein. Sorry. Letzte Beziehung so anstrengend. Bla bla.
Fischherz bricht. Und zwar endgültig. Für immer und ewig. Ist schon zu viel passiert. Wird nie wieder heilen.
Ich drehe durch. Ich drehe durch. Ich drehe durch.
Warum habe ich diese Horrorvisionen? Weil es stimmt? Das werde ich wohl heute hier noch beantworten können.
HILFE!!!!
Das kleine Fischchen macht sich schon wieder hoffnungslos verrückt!
Der Ozean des Goldfisches ist derzeit voll von verantwortungsvollen Aufgaben.
Das Spiel mit dem Ball, der aussieht wie ein Dalmatiner…
Die anderen Fische im Arbeitsleben wissen es noch nicht.
Und so steh ich vor ihm, darf ihn nicht in den Arm nehmen – und gehe wieder. Völlig deprimiert und unsicher.
Und das oben genannte Spiel ist dann halt wichtiger. So ist es wohl in dieser Welt. Und keine SMS, nix. Und ich weine innerlich. Nein, ich schalte ab. Das rationale Sushi-Messer setzt sich in Bewegung.
Ich will das alles verstehen, tue es ja auch! Aber die Panik sitzt einfach zu tief, dass diese Angst sich bestätigt, wie so viele Male zuvor. Ich bin einfach ein nervliches Wrack, wenn ich keine Bestätigung bekomme. Super Leben!
Also Handy aus. Nein… das schaff ich nicht. Also ab ins Bett. Jawoll. Das schaff ich. Morgen: Anrufen. So tun, als wäre alles super. Verabreden. Lieb sein. Verstehen. Hoffen. Und dann – ein externer Tipp – mal fallen lassen, wie wichtig er mir ist. Denn das ist er.
HOffentlich setzt ihn das nicht unter Druck… Fische unter Druck tendieren zum Davonschwimmen.
Der Goldfisch und ich…
… 4 Nächte habe ich nun schon mit ihm verbracht. Schon? Erst? Eines steht jedenfalls fest: Meinetwegen können es noch 4000 werden!
Meine Ängste vom Wochenende haben sich teilweise zerschlagen, seit ich merke, wie so seine Art ist im Umgang miteinander. Er ist zurückhaltend. Manchmal weiß ich nicht, ob er wirklich glücklich ist, wenn wir zusammen sind. Aber dann sagt er: Es ist so schön, dass du hier bist. Oder er schreibt: Ich freu mich auf dich. Und mein Herz springt.
Am schönsten ist es morgens, wenn er mich fest drückt und mich nicht gehen lassen will oder selbst nicht gehen will.
Man mag es vielleicht nicht glauben, aber trotz meines fortgeschrittenen Alters (und damit meine ich gemessen am durchschnittlichen Alter, in dem man seine erste Liebe trifft), ist dies das allererste Mal, dass ich den Anfang einer Beziehung führe, von dem ich glaube: so soll es sein. Also, ich meine damit, dass ich noch NIE in meinem Leben überhaupt eine „richtige“ Beziehung geführt habe. Und deshalb ist für mich alles so ungewohnt und scheu und schön. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich verhalten soll. Weiß nicht, was ich sagen oder tun darf, ohne ihn zu „verschrecken“. Wie hält man die Balance zwischen „man selbst sein“ und „sich ins Zeug legen“? Und wann sollte man eher zurückhaltend sein? Ich komme mir gelegentlich richtig langweilig vor und denke: Was will der nur von MIR?
Aber ich muss an folgende Tatsachen denken:
1. Er hat mich als erstes in den Arm genommen.
2. Er hat erzählt, dass er das schon seit einer Weile im Kopf hatte.
3. Er hatte vorher nicht gemerkt, dass ich ihn mag, d.h. seine AKTION (Nr. 1) war keine REAKTION auf mein „Balzverhalten“, sondern er mochte mich, ohne die Gewissheit zu haben, dass ich ihn auch mag.
Hoffnung also, dass alles gut geht.
Gar nicht so einfach…
… die Ruhe zu bewahren…
Nach den ganzen Fischen, die nicht wussten, was sie wollten und mir das früher oder später auf dem Silbertablett servierten, bin ich nicht gerade entspannt.
Es steht alles unter dem Stern „Wenn es wirklich so ist, wie es zu sein scheint…“ Ich traue dem Frieden noch nicht… aber das ist wohl normal nach meinen Vorgeschichten.
Ich bin so glücklich, dass er auch Gefühle für mich hat. Ich möchte das schon jetzt nicht mehr missen.
Hui, liebster Goldfisch! Wenn du der bist, für den ich dich halte, dann werde ich dich eines Tages über alles lieben. (Und das aus meinem Fischmäulchen, wer hätte das gedacht!)
Ich freue mich schon so sehr, dich bald wiederzusehen!
Vom Goldfischglas auf direktem Wege…
… in den siebten Himmel
Ich kann es selbst noch gar nicht fassen… ich habe in den letzten 48 Stunden so viel drüber geredet, dass es mir so vorkommt, als wär’s gar nicht wahr…
Aber es ist wahr. Der Goldfisch HAT angebissen. Und das schon lange, bevor er es durch Taten bewiesen hat. Schon bevor er mich umarmte. Schon eine Weile, bevor er mich küsste. Er hat angebissen und jetzt weiß ich es. Wissen wir es beide.
Und der Humor des Schicksals hat uns sogar in eine Bar namens „Goldfischglas“ geschickt. Als es mir bewusst wurde, dass ich mit meinem Goldfisch im „Goldfischglas“ sitze, musste ich innerlich schmunzeln. Und den ganzen Tag nach der Nacht, in der er mich nicht mehr losließ.
Es ist wie ein Traum. Hoffentlich ist es keiner.
Goldfisch, du bist noch immer das beste, was mir je begegnet ist. Vielleicht bist du der Schlüssel zu meinem Glück. Zumindest bist du der erste, dem ich das zutraue!
Ich pfeife auf alle Guppies und sonstigen Fische. Alles, was ich will, bist DU.
Eine SMS…
… versüßt mir den Tag! WIE SCHÖN!
Vielleicht vielleicht vielleicht hat der Goldfisch ja doch angebissen! Es wäre soooooooo schön…
Wow.
Ich weiß gar nicht, wie ich mich fühlen soll! Glücklich? Abwartend? Kann ich mir darauf was einbilden? „Hallo schöne Frau…“ Sowas kam von dem noch niiiiieeee! Hm… Wenn Du wüsstest, wie schön du für mich erst bist!
Aufruhr im Fischherzchen
Es ist soweit.
Ich habe es nicht mehr erwartet. Aber der Goldfisch hat sich geregt… Nachdem ich ihm eine kleine Freude per Flaschenpost hab zukommen lassen, scheint er so langsam zu verstehen, dass ich ihn wirklich mag… Und schwupps – sind wir verabredet! Kaum zu glauben… Aber so richtig trauen tu ich mich nicht… mich zu freuen, meine ich. Es könnte ja auch total verkrampft oder langweilig werden. Wie schrecklich, ich mag gar nicht dran denken… Aber nun ist erstmal Ostern und da werd ich mich entspannen und den Tag auf mich zukommen lassen.
Und der Guppy. Ich versteh es ja auch nicht. Aber wenn ich in seiner Nähe bin, habe ich das große Bedürfnis, ihn zu knuddeln und zu knutschen. Was ist bloß los in meinem Fischhirn? Ich habe definitiv Gefühle für ihn, aber die sind so ganz anderer Art als für den Goldfisch. Er ist mir einfach näher und ich wünsche mir so sehr, dass es ihm gut geht. Mein Handeln spiegelt das leider so gar nicht wider. Denn ich müsste konsequent meine Flossen von ihm lassen. Und mach es nicht.
Nun, da sich beim Goldfisch was tut… Ich fühl mich so mies, als hätte ich ihn nur ausgenutzt. Aber nutzt man denn jemanden aus, wenn man ihn mag??? Ja… ich kann mich einfach nicht rausreden! Letzte Nacht habe ich sogar von ihm geträumt. Ein Fisch, der damals mal in meinem Leben eine Rolle spielte, hat mich vor Guppys Augen geküsst und ist förmlich über mich hergefallen. Der Guppy stand daneben und ist gegangen. Ich hatte dann das große Bedürfnis, zu ihm zu gehen und mich bei ihm zu entschuldigen, und dass ich das alles nie wollte und dass ich ihn wirklich gerne habe.
Ich komme um ein Gespräch mit ihm nicht herum. Aber wie stelle ich es an?
Ich freu mich so auf den Abend mit dem Goldfisch. ICH WILL DEN HABEN. Aber das darf er nicht wissen…
Verebbt…
… sind all meine Hoffnungen. Und ich bin wieder da, wo ich noch vor einigen Wochen war: Der große weite Ozean und der kleine Fisch. Alleine.
Den Goldfisch zumindest lassen alle meine Versuche kalt. All die Versuche, sich besser kennen zu lernen, werden ignoriert. Und spätestens da ist Schluss. Ich werfe die Flinte ins Korn oder die Harpune in die Algensuppe. Ich kann nichts weiter tun.
Und der Guppy… ich habe kapiert, dass es absolut unsinnig ist, mein Herz an ihn zu hängen. Wer weiß auch, aus welchen Gründen ich es getan hätte… Da trau ich mir ja selbst nicht mehr so ganz.
Also, trübes Wasser, wo ich nur hinschaue.
*plärr*
Das rationale Sushi-Messer…
… hat zugeschlagen. Zack, zack, hat es meine Tagträumereien und diversen Anziehungskräfte in kleine mundgerechte Stückchen geteilt. Dann kam der große Hai namens „REALITÄT“, ließ sie sich im Munde zergehen und legte mir seine AGBs vor:
GELTUNG
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HALSABSCHNEIDER!!!!
Ich bin mit dem Ergebnis NICHT zufrieden! Verdammte…