GoLdFiScH

Mai 31, 2006 at 11:36 (Goldfisch)

Ich will niemand anderes. Noch immer nicht. Aber es ist aussichtslos. Es hat keinen Sinn. Er ist kühl und unnahbar. Ein echter Fisch eben. Lässt mich nicht an sich ran. Und ich kann auch nicht mehr. Ich kann mich nicht für ihn aufopfern. Obwohl ich es liebend gerne würde. Aber er lässt mich nicht.
Bald ist er vermutlich weg. Schwimmt für immer davon. Und das tut weh. Aber es wird alles einfacher machen. Verdammt, warum muss ich denn den Kontakt abbrechen zu jemandem, den ich so sehr lieb habe??? Das ist doch nicht fair. Aber der Goldfisch tut leider auch nichts von sich aus. Er arbeitet und arbeitet und schiebt alles andere von sich. Auch mich. Er verletzt mich mit allem, was er tut. Das weiß er nicht. Er will es nicht wissen, denke ich mal.
Es ist einfach eine beschissene Situation. Er hat für ein paar Sekunden die Hand nach mir ausgestreckt und hat sich dann umgedreht und ist gegangen. Ich durfte ihn berühren, doch ich darf ihn nicht kennen lernen. Darf ihn nicht verstehen. Einen Augenblick nur hat er sich mir gezeigt – sich und seine Ängste. Und nun ist da diese Mauer, an der ich täglich weinend herabsinke, weil ich sie nicht zu überwinden vermag. Sie ist zu hoch. Er hat sie so hoch gebaut. Vielleicht möchte er sie einreißen. Doch dazu fehlt ihm der Mut und die Energie. Ihr seht, ich mache mir viele Gedanken. Das ist nicht gut. Aber ich kann es nicht vermeiden. Nicht, solang er hier ist. Und da haben wir wieder das Thema.

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Ein schnelles Update

Mai 30, 2006 at 11:22 (Goldfisch)

Heute.
Goldfisch. Ich: Psychofisch: Rumgealbert. Scherze gemacht. Gelacht. Sarkastische Bemerkungen. Mein Selbsterhaltungstrieb in Höchstform. Goldfisch: Unpersönlich wie immer.
Mittags. Ich heute nicht von der Partie. Das erste Mal in unserer gemeinsamen Zeit dort, dass ich mich mit jemand ganz anderem getroffen hab. So 100%ig gleichültig war ihm das nicht.
Pissig. Kein „Viel Spaß beim Mittag. Bis später.“ Nichts. Aber auch nicht von mir.
Später dann. Wann bist du denn wieder hier? Lächeln. Nanu?
Aber er wird bald weg sein. Ich sehe ihn noch 3 Mal. + ein Abschied, den ich von ihm hoffentlich bekomme. Ich will mich ordentlich verabschieden. Ich will ihm sagen, wie viel er mir bedeutet.
Was MUSS ich ihm sagen? „Melde dich bitte nie wieder bei mir. Damit ich dich vergessen kann.“ Vorteil: Ich würde nicht warten. Nachteil: Er wäre für immer aus meinem Leben verschwunden.

Life’s a bitch.

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Heute war ich …

Mai 30, 2006 at 12:06 (Goldfisch)

… definitiv kein Psychofisch.

Aber leer. Sehr leer. Und er: KALT. Wie immer? War er denn schon immer so? Nein. Er ist so unpersönlich. Sagt kein nettes Wort mehr zu mir. Fragt mich keine von den berüchtigten Fragen. Scheint sich nicht mehr zu interessieren.

Es ist ein Dilemma. Je mehr er sich zurückzieht, desto schmerzhafter ist es. Ich vermisse die Zeiten vorm Goldfischglas. Die Zeiten, in der die Arbeit nicht so massig war. Als er noch zu leben schien. Nun lebt er nicht mehr. Er wirkt taub. Er funktioniert.

Er hasst diese Stadt. Und nicht einmal mehr meine Anwesenheit macht es ihm einigermaßen lebenswert hier. Nichts sagt er mehr darüber. „Ich hoffe, du verbindest nicht nur Schlechtes mit dieser Stadt. Nicht nur die Arbeit.“ „Aber was anderes habe ich ja hier nicht.“ (DAS HÄTTEST DU ABER HABEN KÖNNEN, VERDAMMT!)

Lohnt es sich denn noch? Er behandelt mich wie eine … ich weiß nicht, wie. Jedenfalls verspüre ich keine Zuneigung mehr. Warum nur? Ich kann nicht aufhören mich zu fragen.

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Getan…

Mai 28, 2006 at 11:39 (Goldfisch)

… ich hab’s getan. Ich habe ihn angerufen. Und es hat gut getan. Ich habe zwar NICHTS von dem da unten gesagt, aber ich habe ihn gesprochen, ganze 22 Minuten. Ich war alles, was ich im Moment eigentlich nicht bin. Locker, lustig, redselig. So kann ich ihm morgen wenigstens begegnen, ohne kurz vorher vor Übelkeit zu sterben. Ich will meinen Stolz bewahren und mich nicht wie ein Psychofisch fühlen. Also lächeln und gut drauf sein. Und mich über die letzten gemeinsamen Tage retten. Mich und meine Würde. Dabei sagte ich doch grad noch zu meiner Schwester: Die Würde verlieren so Menschen wie wir nicht so schnell. Und Gefühle haben und zeigen, bedeutet nicht Schwäche sondern Stärke. Aber wenn diese Fische (Goldfisch eingeschlossen) nunmal nichts davon wissen wollen? Dann muss man zurückstecken. Aushalten und die Klappe halten. Verdammt. Mein Akku ist leer.

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Du

Mai 28, 2006 at 8:11 (Goldfisch)

Ich wollte dir nur sagen, dass ich – auch wenn ich mich nicht melde – dich ganz schrecklich lieb habe und viel an dich denke. Und dass ich dieser Tage einfach nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Und ich hoffe, der Grund dafür, dass du dich auch nicht bei mir meldest, hängt ebenso damit zusammen, dass du nicht weißt, wie du dich verhalten sollst…

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Verdammt!

Mai 27, 2006 at 2:35 (Goldfisch)

Ich halte es gleich nicht mehr aus!!!!!! Ich möchte ihm so gerne sagen, wie ich fühle. Ich möchte ihm so gerne sagen, dass ich mich nur nicht melde, weil ich meine Gefühle für ihn nicht abstellen kann und Angst habe, dass mich alles noch mehr verletzt.
Ich halte es echt nicht aus. Ich will ihn sprechen. Aber es wird mir danach nicht besser gehen. Weil ich es niemals so rüberbringen können werde, wie ich es will, und er es auch niemals so verstehen wird, wie er es verstehen müsste. Verdammt!!!! Was mache ich nur. Ich halte das alles nicht aus. Er ist ständig in meinem Kopf und ich will doch die Verbindung zu ihm nicht verlieren. Herz und Kopf schon wieder. Warum können die sich nicht einmal einigen. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich halte das alles nicht mehr aus. ICH WILL IHN SPRECHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Goldfisch… warum meldest du dich nie bei mir? Was denkst du? Was fühlst du? Warum gehst du mir aus dem Weg? Hör auf damit, ich flehe dich an!

So bist du doch nicht wirklich. Nein, ich will das nicht akzeptieren. Wer bist du??? Ich hab dich so lieb. Ich hab dich doch so lieb!

Bitte bitte geh nicht weg.

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Ecco la lettera di un’amore non ricambiata – ein Fragment

Mai 26, 2006 at 10:55 (Goldfisch)

Lieber Goldfisch,

hier erhältst Du eine Kostprobe meiner Bewältigungsstrategie: Schreiben (nicht zu Verwechseln mit dem Schreiben von Hausarbeiten ;-) )!
Ein Brief, ein Brief, der Dich wahrscheinlich erschlagen wird (ich bin eine Meisterin im Wiederholen von Fehlern…), ein Brief, der vielleicht typisch weiblich, aber auf jeden Fall typisch ICH ist.
Herzlich Willkommen also auf meiner Reise durchs ICH!
Vielleicht sollte ich erstmal klären, warum überhaupt per Brief und nicht persönlich – die Legitimationsgrundlage sozusagen. Nun, wie Du ja vermutlich selbst gut genug weißt, ist es im Moment nicht so einfach, bei Dir einen Termin zu bekommen. Und so zwischen Tür und Angel oder beim Essen holen bekomm ich ja kein Wort raus – und ich will es auch nicht. Reicht das als Erklärung? Naja, stell Dir diesen Text als SMS vor, dann wird der Brief als Kommunikationsmedium garantiert an Sympathie gewinnen!

Und nun zu den Facts, den emotionalen Grundvoraussetzungen für das Enstehen dieses Dokuments und mein sonstiges Verhalten.

    1. Irgendwann zwischen dem 31.1. und dem 18.4. habe ich begonnen, nicht nur mit sondern auch für Dich zu fühlen. Ich habe mich in Dich verliebt.
    2. Der Abend bzw. die Nacht „post-goldfischglas“ war das, was ich mir gewünscht, aber bis dato nicht zu erhoffen gewagt hatte.
    3. Nr. 1 vermag ich im Moment nicht zu ändern, Nr. 2 hatte in mir die naive und hinterhältige Hoffnung namens „Vielleicht geht es ja diesmal gut“ geweckt. Hinterhältig deshalb, weil sie mich bei Nicht-Bestätigung meist für einen bestimmten Zeitintervall zum Mitglied im Würmchen-Club macht (Definition „Würmchen“: Würmchen leiden, weinen und trinken Wodka, darüber hinaus warten sie trotz rationaler „Klarheit“ auf die Erwiderung ihrer Gefühle).

Unter diesen Vorzeichen muss man mein Verhalten und meine Stimmungen wohl betrachten.

Nach dem besagten 13. Mai (den mein Mitbewohner und ich übrigens „judgement day“ nennen, denn er hat sich am selben Tag von seiner Freundin getrennt) hatte ich Folgendes beschlossen:

    Du bist mir wichtig und ich möchte Dich nicht verlieren.
    Ich will für Dich da sein, ohne das gleich von Dir zu fordern.
    Ich möchte den Platz in Deinem Leben, den Du mir angeboten hast.

Ich habe mich eindeutig überschätzt. Denn die zuvor aufgezählten Facts vertragen sich mit diesen guten Absichten nicht.
Denn diese Absichten resultieren nicht aus einer jahrelangen (freundschaftlichen) Beziehung, sondern aus dem diffusen, unberechenbaren und unkontrollierbaren Gefühl der Verliebtheit. Und die Person, die Du während der letzten Monate kennen gelernt hast, war stets eine verliebte. Zu meiner Lockerheit, meinem Strahlen, meiner guten Laune hast DU maßgeblich beigetragen. Vielleicht wird dadurch deutlich, warum ich diese Person im Moment einfach nicht BIN. Denn wo zuvor die zarte, zurückhaltende Hoffnung war, Du könntest ähnlich empfinden, befindet sich nun die Gewissheit, dass Du es nicht tust.

Hoffnung und Gewissheit. Herz und Kopf. Solange mein Herz für Dich schlägt, hat der Verstand es schwer. Solange mein Herz für Dich schlägt, schmerzt es mich, Dich zu sehen. Ich würde einiges dafür tun, die Gefühle der Verliebtheit gegen eine freundschaftliche Zuneigung einzutauschen. Aber ich kann es nicht.

Und so macht es mich traurig, wenn wir im Büro sitzen und alles so unpersönlich ist. Wenn ich Dich so gerne mal außerhalb des Arbeitsalltages sehen und sprechen würde, aber Du es nicht zulässt.

Ein Fragment, wie ich im Titel schon ankündigte. Vielleicht kommt noch etwas hinzu… Ob ich ihn abschicken werde? Nein. Ich denke, das wäre ein Fehler und er würde es tatsächlich nicht verstehen wollen. Denn er kann mir ja nicht helfen. Das könnte er nur, wenn er vor mir auf die Knie fallen würde, um mir zu sagen, dass er mich in Wahrheit nicht mehr verlieren und mit mir sein Leben verbringen will.

Das Leben ist kein Groschenroman, Schätzchen. Wer weiß das besser als Du???

Heute ist der 7. Abend in Folge, an dem ich ins Bett wanke. Das muss aufhören. Nicht morgen. Aber übermorgen. Alkohol macht nur fett und nicht glücklich. Und wenn ich letzteres werden will, kann ich mir ersteres nicht leisten!

Gute Nacht

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Brief

Mai 24, 2006 at 9:02 (Goldfisch)

Ich schreibe an einem Brief für den Goldfisch. Sobald er fertig ist, wird er hier veröffentlicht. Denn schicken werde ich ihm so ein Seelenstripteasedokument nicht.

Oder vielleicht doch?

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Thank God, there is alcohol!

Mai 21, 2006 at 11:24 (Goldfisch)

Yo! Befinde mich mit freundlicher Genehmigung des Guppies in einem weiteren Rauschzustand!

Ja, der Guppy ist wieder da! Liiert, wohl gemerkt! Nicht gerade zukunftsträchtig, da die Angebetete nicht ewig in unseren Breitengraden verweilen wird, aber er scheint glücklich zu sein. Schön für ihn! Ich freu mich wirklich für ihn.

Und morgen sind wir wieder komplett in unserem Aquarium! ENDLICH!!! Ich brauche in den nächsten Tagen einfach viel viel viel Ablenkung. Nach Freitag abend und der Erkenntnis, dass ein „Du bist mir wichtig, ich hab dich lieb und ich bin immer für dich da“ keine Garantie für diese versprochenen Leistungen ist, kommt mir viel Gesellschaft gerade recht!

Ich bin nun wieder ICH. Wie vorher. Der ewige Single. Zum Glück ist das nicht neu. Ich muss mich einfach wieder an den Gedanken gewöhnen, dass es so ist. Einzig und allein die Hoffnung, DEN Menschen für mein Leben gefunden zu haben, hat mich von diesem so gewohnten Pfad abgebracht.

I am back.

Und nun werde ich langsam langsam wieder die Kontrolle über mein Leben und meine Stimmungen an mich reißen. Wie damals. Da stand ich in der kleinen süßen Wohnung, habe das wenige Wochen zuvor entstandene künstlerische Meisterwerk ins Jenseits befördert und immer wieder selbstüberzeugend beteuert: Ich bin kein Opfer. Hui. Das war ein Akt. Das war ein Akt des Entscheidens. Ein Entscheiden für das Leben und für die Freude. Und für die Kontrolle über diese beiden. Und das muss ich nur jetzt auch wieder tun. Das schaff ich doch. Ja. Ja. Das schaff ich.

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Fakten, Fakten, Fakten…

Mai 20, 2006 at 12:17 (Goldfisch)

… aber die nützen ja alle nichts, wenn ich dann doch am Ende in meinem Auto sitze und mir die Kehle aus dem Leib schreie vor Schmerz. Oder wenn ich – ohne zu zögern – den Wodka vorhole und mir ein großes Glas einschenke. Aus lauter Verzweiflung.

Danke, Goldfisch. Soviel zu dem „Würde mich freuen, wenn wir uns sehen.“ Danke fürs Anrufen und Bescheid sagen, dass du dich später nochmal meldest. Das war vor 4 Stunden. Und nun bin ich stark alkoholisiert und gehe gleich ins Bett. Ich kann einfach nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Und ich kann es bei bestem Willen nicht verstehen, warum du das tust. Also doch die Fehleinschätzung, von der ich ja befallen zu sein scheine.

Und nun suche ich verzweifelt nach einer Notrufhotline. Ich kann wirklich nicht mehr. Ich habe ihm sogar eine SMS geschrieben. Und nichts passiert. Nichts. Nichts. Was ist nur los in dieser Welt. Ich komme da einfach nicht weiter.

Mehr Wodka? Was tue ich nun? Wohin mit mir?

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