Back in three weeks

Juli 16, 2006 at 10:24 (Wasser)

without thinking about you.

Ciao Goldfisch. Ciao Fahrradfahrer.

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Ich könnte…

Juli 15, 2006 at 11:12 (Fahrradfahrer, Goldfisch, Mission Goldfischentliebung)

*würg* .ja. Das könnte ich.

Wie kann ich mir alles nur so versauen? Da hab ich vor ein paar Tagen noch die totale Selbstsicherheit. Abzuhauen. Und frei zu sein. Von allen Scheißgedanken. Über den Goldfisch und über den Fahrradfahrer. Und nun ist es in Bezug auf beide dahin.

Gerade eben war der Fahrradfahrer hier. Um sich zu verabschieden. Und ich Schizofisch hab ihm von der Goldfischmisere erzählt. Er war sichtlich enttäuscht. Und hat mich als kleines Kind bezeichnet. Hat sich über mich geärgert. Wie doof das ist. Wie kindisch. Ich dachte, du wärst viel weiter. Ich hätte es ihm nicht sagen dürfen. Vielleicht hab ich ihn sogar verletzt.

Wieso hab ich das bloß getan? Es war klar, dass er es nicht verstehen würde. Und er hat mir mal wieder die utopische Illusion (doppelt gemoppelt) genommen, dass es mit dem Goldfisch doch eines Tages klappen könnte. Ja. Ich gebe zu. Dieser Wunsch ist wieder aufgekeimt. Aber der Fahrradfahrer hat absolut recht. Ich bin naiv. Und kindisch. Ich sollte mich damit nicht aufhalten.

Aber ich kann nicht anders.

Ich kann es nicht verhindern. Ich bescheiße mich selbst, wenn ich sage, ich kann mit dem Goldfisch normal umgehen. Hat man ja gesehen.

Aber wieso belässt er es nicht auch einfach dabei? Wir haben es doch nun geklärt. Dass da nichts ist. Nichts sein wird. Er soll mir nicht sagen, dass er mich anruft. Er soll überhaupt nichts sagen. Er soll … Ich weiß auch nicht.

Verschwinde, Goldfisch. Verschwinde endlich. Ich hasse dich. Heute.

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Es ist nicht zu glauben…

Juli 15, 2006 at 10:21 (Goldfisch)

Lieber Goldfisch. Ich wünschte, du wärst etwas konsequenter. So kannst du das nicht machen. Du kannst nicht meinen Einsatz. Auf den ich so stolz bin. Einfach dahin machen. Da verhalte ich mich den ganzen Tag so, als wäre nie etwas passiert. Als wären wir wieder da, wo wir vor dem Goldfischglas waren. Entspannt. Gut gelaunt. Ohne Berührungsängste. Kollegisch. Und dazu gehörte für mich auch die SMS. …Schön, dass du wieder da bist. … Freundschaftlich. Anerkennend. Die freundschaftliche Flosse nach dir ausstreckend.

Und was machst du? Schreibst sowas wie, ich fand’s heut schön und ich rufe dich an.

Und tust es nicht.

Versetzt mich in Warteposition. Und lässt mich hängen. Findest du das nach allem, was war. FAIR?

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Es funktioniert!

Juli 12, 2006 at 12:11 (Fahrradfahrer, Goldfisch, Mission Goldfischentliebung)

Zwei Tage mit dem Goldfisch @ work und es geht mir gut!!!

Wer hätte das gedacht!

Er ist echt locker, erholt und lächelt wieder. Das tut gut. Ich hab mich unter Kontrolle, scherze, es ist gut. Nur seine Art verwirrt mich manchmal noch immer… Er ist so ruhig. Deutet Dinge an, aber sagt dann nicht, was los ist. Irgendwas ist passiert. Ein Erlebnis. Aber er sagt nicht was und ich weiß nicht, ob ich fragen soll. Scheint, etwas gewesen zu sein, was ihn nachhaltig beeinflusst hat.

Aber ich kann mich damit nicht beschäftigen. Wenn er mit mir sprechen will, soll er es tun. Ich hab ihn lieb. Und das weiß er. Er interessiert mich. Und das weiß er. Er muss nur reden. Dann bin ich da.

Wow.

Es geht mir gut. Die Arbeit macht Spaß. Er ist da.

Ob ich noch gefährdet bin? Ja. Definitiv. Er ist toll. Seltsam. Unnahbar und nah zugleich. Er gibt viel preis. Und doch wieder nicht. Keine Ahnung, was in ihm vorgeht.

Morgen machen wir alle einen Ausflug. Mal sehen, wie das wird. Goldfisch. Mein Goldfisch. Manchmal kommen mir die Bilder und die Gefühle aus dieser kurzen Zeit in Erinnerung. Wehmut. Obwohl es nur so wenig war. Aber jedes „Schön, dass du hier bist.“ vermisse ich.

Mit dem Fahrradfahrer habe ich schon viel mehr Zeit verbracht als mit dem Goldfisch. Aber es ist anders. Es ist lustig. Ich bin locker. In seinem Arm kann ich liegen ohne großes Herzklopfen. Im Arm des Goldfisches habe ich kaum ein Auge zubekommen. Hatte schlimmes schlimmes Herzklopfen. Es war schön. Und schrecklich zugleich. Diese Freude. Und diese Angst, es könnte morgen wieder vorbei sein. Ganz schön anstrengend. Das hab ich mit dem Fahrradfahrer nicht.

Heute bin ich durch die Straße gelaufen. Auf dem Weg zur Arbeit. Da stand ein Typ in der Telefonzelle und hat angefangen zu schreien. Du Arsch. Ich hab kein Bock auf diese Spielchen. Ich mach dich fertig. Ich habe mir vorgestellt, dass er eine Waffe zieht. Schießt. Mich trifft. Ich sinke zu Boden. Das Handy in der Hand. Wen rufe ich an? Erster Gedanke war: Goldfisch. Komm her, ich liege im Sterben. Um die Ecke. Dann: Fahrradfahrer. Seine Stimme hören. Die mich sanft in den Tod begleitet. Mich beruhigt. Bleib ruhig. Alles wird gut. Seltsame Episode. Mir kamen die Tränen. Ein Leben ohne die große Liebe. Vorbei. So früh.

Bald bin ich weg. Urlaub. Menschen. Sprache. Flirts. Wird alles dabei sein. Ich werde komplett frei sein. Wie ich mich freue!!! Ich kann es kaum erwarten! Ciao Goldfisch, ciao Fahrradfahrer. Ohne Euch. Werde. Ich. Frei Sein.

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Nachdenken

Juli 9, 2006 at 1:53 (Fische, Wasser)

Ich denke nach.

Gerade höre ich ein Lied, dass mich an die vorletzte „Herzens-Pleite“ erinnert.

Nennen wir den guten Herren mal den IT-Menschen. Damals hatte ich ganz klar definiert, was ich nicht will: eine Affäre. Der IT hat mich da ganz schön an der Nase herumgeführt. Ich bin wie eine Bescheuerte, total verknallt in die Tatsache, dass er trotz meiner Ankündigung, keine Affäre zu wollen, am Ball blieb, durch die Gegend gehüpft. Mit rosaroter Brille. Wow. Der hat wirklich Interesse. Pustekuchen. Am Ende stellte sich heraus, dass er eigentlich doch genau das wollte, was ich nicht wollte. Irgendwie hatte er nur vergessen, mich darüber in Kenntnis zu setzen.

Am 1.1. habe ich seine Wohnung verlassen und mich innerlich von ihm verabschiedet. Seitdem hab ich ihn nicht wiedergesehen geschweige denn irgendwas von ihm gehört. Und das fühlte sich richtig an. Was mir vor Augen führte: Es war mal wieder nicht ER, sondern ES.

If it’s not what you’re made of, you’re not what I’m looking for…

Am Ende ging es mir damit gut, weil ICH entschieden habe, was passiert: nichts. Ich bin gegangen und habe nicht mehr reagiert auf seine Kontaktversuche.

Ich habe bei dem Adriafisch auch meine Nummer gewechselt. Und habe ihm gesagt, ich will nichts mehr von ihm hören. Ich erinnere mich an eine Situation. Morgens um 6 Uhr habe ich ihn angerufen, weinend, und habe gefragt, ob ich vorbeikommen kann. Gerade eben hatte ich meine Mutter nach einem ungeklärten Streit in den Zug gesetzt – und sie hatte angefangen zu weinen. Als die Tür schloss. Ich war total aufgelöst und habe mich für den Streit geschämt. Er öffnete mir die Tür und schob mich erstmal in die Küche. Ich muss erstmal meine Affäre rausschleusen. Hatte er scherzend gesagt. Heute ist mir klar, dass es tatsächlich so gewesen sein muss. Wie an dem Tag des Picknicks. Er und sie. 20 Meter entfernt. In der Dunkelheit. Dieser Typ hat mich echt fertig gemacht. Aber ich wusste, wenn ich mich von ihm trenne, wird es noch schlimmer. Dann fährt er das gesamte Repertoire an Grausamkeiten auf. Schade, dass ich nicht durchgehalten habe. Denn genau so kam es schließlich. Ich sagte NEIN. Es gab keinen Tag, an dem er auf seine schizophrene Psychomasche verzichtete. Aber ich hab’s beendet. Mein letzter Schnippsel Stolz. Alles auf eine Karte. Gelitten habe ich aber. Sehr.

Liegt es eigentlich an mir, dass ich jedes Mal in einer Opferrolle ende? Dränge ich mich selbst in diese Position? Sogar beim Goldfisch habe ich mich machtlos und hilflos und wie ein Opfer gefühlt.

Und mich beschleicht die böse Vorahnung, wozu der emotionskrüppelige Fahrradfahrer imstande sein könnte. Mehr als einmal kam mir der Vergleich mit dem Adriafisch. Sicher ist das relativ abwegig. Aber die Gefahr besteht, dass ich mich in solch einer Situation wiederfinde. OPFER.

Alarm!!!! Ich werde von Insekten angegriffen. Schnell Licht aus und ins Bett. Sonst schreibe ich noch mein gesamtes verkorkstes Liebesleben auf.

Gute Nacht.

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Ist es wirklich möglich…

Juli 8, 2006 at 8:20 (Wasser)

… dass ich wieder an dem Punkt angelangt bin, an dem ich Angst habe vor dem Alleinsein? Mit dem Alleinsein. In der WG. Auf der Straße. In Alltagssituationen.

… dass ich wieder das Gefühl habe, etwas zu verpassen, wenn ich mal nicht unterwegs bin?

… dass ich unzufrieden bin?

Hey. Hatte doch grad erst geschrieben, dass ich irgendwie glücklich bin.

Ich glaub, ein Espresso muss her.

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Novalee allein zu Haus

Juli 8, 2006 at 6:03 (Fahrradfahrer, Goldfisch, Mission Goldfischentliebung, Wasser)

Kennst du das Gefühl…

Welches Gefühl?

Na, das Gefühl, sich ständig ein wenig Ruhe zu wünschen, während man durch die Gegend rennt und kaum noch weiß, wo hinten oder vorne, rechts oder linkst ist…

Ja, kenne ich!

Ja, Moment! Bin noch nicht fertig: Und dann hast du endlich ein wenig Ruhe, kommst zu Hause an (auf dem Weg dorthin schon total innerlich nervös, schweigsam, so dass der Fahrradfahrer fragt: Wieso bist du denn so still?), und weißt nicht, wohin mit dir selbst. Fühlst dich alleine und schwach und alles bricht über dir zusammen. Das, was du noch machen müsstest, bekommst du nicht hin. Du bist. Alleine.

Hm… naja, aber das hattest du dir doch gewünscht, wieso kannst du es nun nicht genießen?

Es ist das alte Spiel. Auch Sonntagsdepression. Obwohl heute Samstag ist. Es wäre wahrscheinlich nicht einmal ein Problem, sich noch etwas vorzunehmen. Aber ich weiß ja, dass ich ein wenig Ruhe brauche. Wenn mich das nur nicht so innerlich aufregen würde. Ich komm mir richtig depressiv vor.

Übertreibst du nicht ein wenig, Novalee! Nun reiß dich mal zusammen. Mach das, was du noch schaffen musst. Los! Oder ist da noch irgendwas anderes?

Hm… Letzte Nacht war ich beim Fahrradfahrer. Nur so. Ist nichts gelaufen. Nur schlafen und heute zusammen schreiben. Er hatte auch zu tun.

Irgendwas ist doch passiert…

Eigentlich nicht. Gut. Ich habe heute – wie fast täglich, nur halt diesmal mit seiner Mokka – einen Espresso machen wollen. Und irgendwas hat nicht funktioniert. Ich kam mir vor, wie ein dummer Fisch. Dabei hab ich alles wie immer gemacht. Peinlich war es mir trotzdem. Es lag auch nicht an mir. Das weiß ich. Was kann ich denn für seine doofe Mokka.

Also Stress. Das erste Mal zwischen Euch?

Naja, wir sind ja schließlich kein Paar. Aber heute kam es mir so vor. Und es war komisch. Ich genieße es, mit ihm abzuhängen und bei ihm zu sein. Aber irgendwie ist es auch falsch. Er hat ja oft genug gesagt, dass er keine Beziehung will. Und ich bin schließlich nicht verliebt. Sagte ich ja schon. Und wenn ich dann merke, dass es anfängt, ihm auf die Nerven zu gehen… Dann fühl ich mich scheiße. Und geduldet. Genau das, was ich hasse.

Hilft nur eins: nicht so viel Zeit miteinander verbringen. Vor allem nicht bei ihm zu Hause. Das sieht doch am ehesten nach Beziehung aus.

Ach, ich weiß auch nicht. Ich bin ja bald ein paar Wochen weg. Was dann kommt, steht eh in den Sternen. Vielleicht ist es dann vorbei.

Wärst du traurig?

Irgendwie schon. Aber ich will mich damit nicht belasten. Ich will nicht im Urlaub an ihn denken. Am liebsten würde ich ihn komplett ausblenden. Er hat es auch nicht verdient, dass ich an ihn denke. Schließlich ist er auch nur wieder einer von denen, die sich nicht für mich entscheiden wollen. Mal ganz unabhängig, ob ich das überhaupt will. Im Grunde habe ich mich doch da wieder in eine Situation gebracht, die ich nie wollte. Aber was bleibt mir anderes übrig?

Auf den „Richtigen“ warten?

Dazu bin ich nicht stark genug. Ich kann nicht ohne jemanden in meinem Leben. Und dabei hatte ich doch noch nie wirklich jemanden. Immer nur diese halben Sachen. Aber hätte ich die nicht, würde ich komplett verzweifeln. Glaub ich.

Vielleicht verpasst du gerade genau den. Vielleicht hat er dich schon mit dem Fahrradfahrer gesehen. Und du hast die Chance verpasst.

Seltsamerweise glaube ich noch immer, dass alles, was passiert, passieren muss. Fatal. Aber ich hoffe noch immer auf die Verkettung von Umständen, die mich zu IHM führen. Beim Goldfisch habe ich gedacht. Es ist soweit. Ich habe es wirklich geglaubt. Und wurde bitter enttäuscht.

Apropos…

Ja. 39 Stunden.

Hast du Angst?

Ein wenig. Ich habe vorletzte Nacht von ihm geträumt.

Er. Und eine meiner damaligen besten Freundinnen.

Das Übliche.

Ja. Das Übliche. Die Angst, von zwei Menschen verletzt zu werden. Siehe auch Fahrradfahrer und Kaulquappe.

Meinst du, der Goldfisch hat jemanden kennen gelernt?

Ich schließe das keinesfalls aus. Denn. Es liegt nicht an dir. Ich kann im Moment keine Beziehung führen. Das stimmt meist nicht. Oder nicht mehr lange. Dann ist die Bereitschaft auf einmal doch da. Nur nicht mit mir.

Damit musst du dich wohl auseinandersetzen. Eines Tages wird er jemanden kennen lernen.

Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich dann noch denken würde. Warum nicht ich? Vielleicht ist es mittlerweile alles einfach nur noch ein EGO-Ding.

Du meinst, er war es letztlich auch nicht?

Vielleicht sollte ich mir das für alle Fälle einreden. Ein paar negative Seiten hat er ja schon.

Wie jeder…

Pssssst! Ich versuch’s doch grad!

Ok, ok.

Warten wir die Woche mal ab. Und bis dahin? Keine Ahnung, was aus dem Fahrradfahrer wird. Wird schon seine Richtigkeit haben, dass ich bald für eine Weile weg bin. Alles wird sich so entwickeln, wie es sich entwickeln soll. Schließlich ist diese Situation auch ziemlich gefährlich.

Inwiefern?

Ich habe ich mich schon ziemlich gewöhnt. An die Tatsache. Dass er da ist. Das ist eigentlich schon zu viel. Es ist nicht mehr gelegentlich. Es ist mittlerweile täglich. Das ist sogar sehr gefährlich.

Dann fahr und bekomm den Kopf frei. Du wirst ja auch dort einiges um die Ohren haben!

Ja. Das hoffe ich. Was nehm ich nur mit??? Aber das ist eine andere Frage…

Jetzt werde ich was TUN.

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Viel um die Ohren haben

Juli 7, 2006 at 12:14 (Fahrradfahrer, Mission Goldfischentliebung)

Immer gut, wenn man wieder auf die Beine kommen will.

Und meine Ohren sind quasi umzingelt. Von diversen Aktivitäten. Und heute komme ich nach Hause. Und denke. Du bist glücklich. Es ist grad alles irgendwie schön. Es macht Spaß zu leben. Gestern bin ich zwar fast zusammengebrochen vor Erschöpfung. Aber das ist nicht schlimm und wird wohl auch am Wetter gelegen haben. Heute bin ich wieder oben auf. Danke, Espresso.

Der Goldfisch und ich haben in den letzten 3 Wochen sporadischen Kontakt gehabt. 2 bis 3 SMS, 2 bis 3 E-Mails. Auf eine freundschaftliche Art, mit einem freundschaftlichen Ton. Montag wird er wieder da sein. Montag, Dienstag, Mittwoch. Und dann werden wieder 3 Wochen ins Land gehen. Und ich ins Ausland. Ohne Kontakt, nehme ich mal an. Aber irgendwie habe ich mich tatsächlich ein wenig entwöhnt. Ich leide nicht mehr so schrecklich doll. Ich habe nicht mehr dieses Gefühl im Bauch, das sagt: Dich nicht haben tut weh. Ich bin wieder nüchtern. Denke ich mal. Das sag ich zumindest heute. Mal sehen, wie es mir am Montag gehen wird. Aber erstmal ist alles gut. Gut, dass er weg war. Weg ist.

Und.

Danke.

Fahrradfahrer.

Letzte Woche war ich sauer. Ich war wütend. Sehr. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich nicht in ihn verliebt bin. Was der Wahrheit entspricht. Wirklich. War ich eifersüchtig. Und zwar sehr. Und das Schlimme daran. Es war die wichtigste Person in meinem Leben beteiligt. Meine kleine Kaulquappe. Mein Fleisch und Blut. Oder Fisch und…? Ich war für einen Abend raus. Und MEIN Fahrradfahrer. MEIN Zeitvertreib. Der mir ECHT wichtig ist. Bzw. dessen ANWESENHEIT mir sehr wichtig ist. Geht mit meiner Kaulquappe feiern. Ohne sich zu kennen. Die Kleine und der Große. Und ich hab es nicht verstanden. Und sie hat nicht verstanden, warum ich es nicht verstehe. Das war eine bescheidene Situation. Und ich war wirklich verwirrt. Ich bin WIRKLICH nicht verliebt. Aber ich bin EIFERSÜCHTIG. Ja. Ich gebe es zu. Ich will ihn für mich. Ich hab meinen Anspruch. Er ist jeden Tag da. Ich kann super mit ihm alleine Zeit verbringen. Ich brauche da niemand anderen dabei. Auch nicht meine Kaulquappe, mit der ich sonst gerne Zeit verbringe und die ich gerne in mein Leben mit einbeziehe. Aber mit dem Fahrradfahrer ist es was anderes. Der gehört mir. Das ist mein Zeitvertreib. Nur für mich alleine. HAHA. Die Sache ist die: Der Fahrradfahrer ist für alle da. Hat viele Freundinnen. Sicherlich nicht alle auf diese Art. Aber ich habe keinerlei Anspruch auf ihn. Und das will ich auch nicht wollen. Wirklich nicht. Denn – man mag es mir nicht mehr glauben – ich bin nicht verliebt in ihn. Und ich will es auch nicht sein. So, wie es jetzt ist, ist es viel schöner! Es macht Spaß. Es ist leicht. Solange ER und ICH alleine sind.

Die Wahrheit ist: Jeder andere, mit dem ich so viel Zeit verbringen würde. JEDER. Würde diesen Stellenwert haben. Jeder. Es ist nicht personenabhängig. Sondern. Es ist die Sache. In die ich verliebt bin. Zwei Menschen, die sich selbst genügen. Die zusammen abhängen können.

So. Und nicht anders. Erstmal. Macht mich das. Glücklich.

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