Play, rewind actually… nüchtern

August 27, 2006 at 8:49 (Fahrradfahrer)

Novalee, ich weiß nicht, was ich sagen soll… Bin ich dir eigentlich völlig egal, wozu gibt es mich eigentlich??? Ich bin enttäuscht von dir!

Jaaaaa, ich weiß…. :-( Du hast ja recht… Immer. Aber du haust ja immer ab, wenn es ans Feiern und Trinken geht. Dann bleib halt mal da!

Erklärung! Ich will eine Erklärung! 

Es ist doch immer wieder das gleiche. Man verbrennt sich an der Herdplatte. Dann heilt die Wunde. Und man hat sie vergessen. Mit der Herdplatte glaubt man, wieder umgehen zu können. Und so kocht man wieder munter drauf los.

Aber WARUM? 

Ach, wir waren zusammen unterwegs. Weil es die letzten Male so entspannt war. Er hat sich einsam gefühlt. Und ich brauchte ein wenig Abwechslung dies Wochenende. Also hab ich mir gedacht, man kann das ja mal machen… Ausgehen. Feiern.

Und warum zum Teufel hast du es dabei nicht belassen? 

Weil… ja, weil… wegen des Alkohols.

Tolle Ausrede. Wie alt bist du eigentlich?

Naja. Aber immer wenn ich etwas trinke, werd ich halt anhänglich. Ich kann gar nicht anders. Dann krieg ich Kribbeln im Bauch… und dann seh ich ihn an. Und dann hat er so schöne Augen. Und… außerdem…

Na?

… hat er wieder angefangen zu reden. Er hat sich weiter geöffnet. Und ich habe ihm so ziemlich alles gesagt, was mich an ihm stört und mit welchen von seinen Eigenschaften ich nicht leben kann. Also, was an ihm mich verletzt. Und er hat mich angesehen. Und war nicht sauer.

Aber du weißt doch… Dir ist ja wohl bewusst, dass er sich nicht ändern wird. Und dass du das auch gar nicht willst. Du willst ihn doch gar nicht. 

Ja… Ich weiß. Aber kann ich mich nicht trotzdem für ihn interessieren? Kann ich nicht versuchen, ihm zur Seite zu stehen in dieser Zeit, in der er unzufrieden mit sich selbst ist?

Das macht dich doch nur unglücklich. Menschen, die unzufrieden sind, können ziemlich verletzend sein. Und kalt. Und davor hast du doch solche Angst. 

Ja. So ist es. Aber ich habe nunmal diesen Impuls, Menschen helfen zu wollen, dass sie sich besser fühlen. Kann ich nicht etwas von meinen Erkenntnissen abgeben?

Du machst dich damit fertig! Du kannst deine Energie nicht darauf verwenden. Dieses verdammte Helfer-Syndrom! 

Sein bester Freund hat ihn im Stich gelassen. Und er erlaubt sich nicht, darüber traurig zu sein. Ich habe ihm gesagt, dass er – verdammt nochmal – das Recht dazu hat, richtig sauer und enttäuscht zu sein. Da hat er mich angesehen. Und ich habe in seinen Augen gesehen, dass er traurig ist. Dass es ihn sehr beschäftigt. Da hab ich dann das Gefühl, dass er mir irgendwie näher ist.

In seinem Leiden?

Ach, ich weiß doch auch nicht. Jedenfalls hatte ich das Bedürfnis, ihm nahe zu sein. Und deshalb haben wir uns geküsst. Und dann bin ich nach Hause gefahren. So war es.

Wie oft soll ich noch sagen: Dir ist einfach nicht zu helfen. Ich weiß nicht weiter. Ich kündige!!! 

Haha. Geht gar nicht.

Wirste schon sehen! Ich kann einfach nicht mehr. 

Ach, Liebes. Bleib doch. Ohne dich komm ich ja nie auf den grünen Zweig.

Das wirst du als Fisch eh nie. Es sei denn, du lernst fliegen. 

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Play, rewind actually…

August 27, 2006 at 4:10 (Fahrradfahrer)

Der Fahrradfahrer. Der Alkohol. Und ich.

Und was kommt dabei raus?

Gespräche über uns. Ehrlichkeit. Hab ihm ganz klipp und klar gesagt, dass ich Angst vor seiner Art habe… Und so weiter. Und er hat weiteres von sich erzählt, das ich nun vor Müdigkeit nicht zusammenbekomme. Aber. Dann. Beim Abschied. Ich konnte und wollte nicht anders.

Passiert! Wir haben uns wieder geküsst. Ohneeeeeee. Aber war so. Und war schön. Aber mit Alkohol. Verlust an Rationalität. Die hassen sich. Alkohol und Rationalität. Bier und Sushi-Messer. Und nun… Hab ich vielleicht den Salat??? Keine Ahnung. Aber …

Naja. Keine Rechtfertigungen heute Nacht. Morgen. Vielleicht.

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Lebenskriselnde Fische

August 25, 2006 at 12:03 (Fahrradfahrer, Fische)

Ich glaube, ich habe es erkannt: Meine Macke. Ich ziehe Fische an. Die gerade in einer Lebenskrise stecken. Oder die unzufrieden sind mit ihrem Leben. Wobei es am Anfang nicht so scheint. Da sind sie ruhig und gelassen und entspannt. Und DANN entpuppen sie sich als Lebenskriselnde. Ich habe es erkannt!

Heute. Ich und der Fahrradfahrer. Er ist unzufrieden. Das merkt man. Und er weiß das. Und ich hab’s auch gewusst. Von wegen total entspannt. Ich hab mich mal wieder nicht getäuscht. EIGENTLICH geht es ihm total gut. Aber EIGENTLICH auch nicht. Er öffnet sich mir. Und redet. Und redet. Auf mich geht er dabei nicht ein. Wenn ich etwas sage, fragt er nicht nach. Er interessiert sich nur für sich. Aber das ist mir egal. Ich höre zu. Und versuche, ihm meine Meinung zu sagen. Und es ist ok. Emotional. Bin ich. Nicht. Mehr gefährdet. Mit ihm.

Und mein Gefühl, er könnte von heute auf morgen einfach mit jemand anderem RUMHÄNGEN. Wie mit mir. Das hat sich auch bewahrheitet. Ich hatte es geahnt. Ich habe mich rational und emotional darauf eingestellt. Und ich bin froh drüber.

Die andere. O-Ton Fahrradfahrer: Ich hatte kurzfristig sogar geglaubt, ich könnte mit ihr eine Beziehung anfangen. Ach nee. Auf einmal ist der Herr nun doch bereit für eine Beziehung? Wie gut, dass das emotional fast komplett an mir abprallt. Was für eine INFO, nach seinen Diskursen. Aber eben gerade – sie war uns begegnet – ist mir klar geworden, dass ich das nicht will. Sie ist es nicht. Naja. Also wieder alles beim Alten.

Wie steht der Fahrradfahrer zu mir?

Ich habe ihm gesagt, was ich an ihm mag. Und wofür ich ihm echt dankbar bin. Und was an ihm toll ist. Bei unserem Gespräch. Vor knapp 2 Wochen. Er sagt nichts. Über mich. Und ich kann ihn nicht einschätzen. Seltsam. Ich habe das Gefühl, ihn ein wenig zu durchschauen. Ich sehe. Seine Ängste. Ich verstehe. Seinen Hang zur Depressivität. Ich kenne das. Aber ich weiß nicht, was er von mir hält. Ich habe keine Ahnung. Was er in mir sieht. Ob er überhaupt etwas in mir sieht. Manchmal glaube ich, ich bin nur eine Sache, die ihn vom Alleinsein abhält. Und mehr nicht.

War oder ist er das auch für mich? Vielleicht ist es ja so. Traurig. Stumpf. Aber vielleicht ist das die Realität.

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Flashback Realität 22.08.06

August 22, 2006 at 11:37 (Fahrradfahrer, Fische, Goldfisch, Mission Goldfischentliebung)

Kleines Update.

Goldfisch. Und ich. Nein. Mein Herzchen blockt. Gutes Fischherzchen! Es blockt. Und sagt. Du bist nicht verliebt. Du kannst gar nicht verliebt sein. Weil er gar nicht zu dir passt. Er ist hier, aber wünscht sich, woanders zu sein. Alles, was für ihn zählt, ist sein Zuhause. Und das stellt er immer wieder in den Vordergrund. Er wird dich nie wollen. Nicht hier. Und wenn nicht hier, dann hat’s ja auch keinen Sinn. Du bist nicht verliebt. Danke. Ich wusste es. Aber ein kleiner Schlenker. Das wird ja wohl erlaubt sein. Solang die Recovery time kurz genug ist. Nicht einmal 24 Stunden. Gute Leistung. Danke Sushi-Messer!

Fahrradfahrer. Wir sind verabredet. Er ist kühl. So nach dem Motto. Wie immer. Ja, wie du meinst. Mir egal. Mir echt egal. Mach, wie du meinst. Meine Güte. Ist da eine Freundschaft überhaupt drin? Will ich das überhaupt? Bin gespannt auf das Treffen. Wie es wird. Wie. Er. So. Drauf ist.

Ascolano. Ich verschwinde aus seinem Kopf. Und das ist ja auch richtig so. Ich habe nicht das Recht, seine Gedanken für mich zu beanspruchen. Ich bin hier. Er dort. Er ist lange nicht das, was ich will. Es war einfach nur schön, dass er da war. Die eine Woche. Er war einfach nur ein Schatz. Nun. Lasse ich ihn wieder gehen. Bis. Zum nächsten Jahr.

Pianomann. Der ist neu. Warum Pianomann? Geheimnis. Aufgefallen ist er mir schon vor längerer Zeit. Heute saßen wir draußen. Haben gegessen. Es hat angefangen zu regnen. Also schnell rein. Da kam er aus der anderen Tür. Hat mich angesehen. Ich ihn. Ging zu seinem Fahrrad. Hat mich angesehen. Ich ihn. Hat sein Fahrrad aufgeschlossen. Hat mich wieder angesehen. Ich ihn. Ist gefahren. Hübscher Mann. Wirklich hübscher Mann. Zu hübsch. Für. Mich.

Neue Mission: Einen Menschen finden, der mit mir meine liebste Sprache spricht. Wichtig!

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Play, rewind, play, rewind, play…

August 21, 2006 at 11:35 (Fahrradfahrer, Fische, Goldfisch)

Bin ich eigentlich zu dumm oder will ich immer wieder die gleichen Fehler machen?

Szenario 1: Der Fahrradfahrer.

Kurz vor 9 Uhr morgens. SMS an den Fahrradfahrer. Nur so. Natürlich. Um eine schöne Woche zu wünschen. Haha. Dass ich nicht lache. Schwächline-Fisch!

Ruft natürlich nach alter Manier gleich zurück. Und schwupps. Sind wir schon wieder verabredet. Argggrrrh! Novalee! Will ihn ja irgendwie auch sehen. Aber bin emotional mal wieder total gefährdet. Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut. Gar nicht.

Szenario 2: Der Goldfisch.

Heute war er nicht da. Dann musste ich ihn anrufen. Business. Er ruft zurück. Und fragt mich aus. Erzählt mir, wie es ihm geht, was er fühlt. Was ihn bewegt. Macht ein Lunchdate für morgen mit mir aus. Wie immer halt. Er und ich. Und die Kartoffeln. Und ich freu mich. Und ich bin traurig. Weil ich niemals sicher sein kann, dass er bleibt. Weil ich ständig damit rechnen muss, dass er eines Tages weg ist. Einfach so. Weg. Aus meinem Leben. Verschwunden. Das lockere Miteinanderumgehen macht mich. Wieder. Ein. Bißchen. Verliebt. Oder so. Wie blöd von mir. Darf nicht sein.

Szenario 3: Der Ascolano.

Wieso bitte schön keine Squilli mehr? Autsch. EIIIAAAA. Mein Ego. Doof. Doof. Doof.

….
Ich merk’s schon. Der Nähe-/Zärtlichkeitsvorrat ist futsch. Muss auffüllen. OOOOOh. Was mach ich nur?

Ich brauche einen großen Kuschelbären. Wie Curd ihn hat. Hatte? Was ist aus dem eigentlich geworden?….

Was passiert denn nun schon wieder? Ich laufe schnurstracks wieder in die nächste Pleite. AAAAAH! Überall sehe ich potentielle Kuschelkumpel oder Verknallobjekte. Alle Typen werden gescannt. Ja. Passt. Wie krieg ich den in meinen Arm? Ob nachts oder tags. Entzugserscheinungen. Hilfe.
SOS! SOS! SOS! SOS! Schiffbrüchiger Fisch mit Schizophrenie sucht Rettungsring und sicheres Goldfischglas.

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Mein Leben ohne Fische???

August 20, 2006 at 9:14 (Fahrradfahrer, Fische, Goldfisch, Mission Goldfischentliebung)

Irgendwie kann ich mir das ja nicht so richtig vorstellen…

Meinst du nicht, du solltest es einfach mal komplett sein lassen?

Das habe ich mir ja auch schon so oft ehrenhaft vorgenommen: Keine Geschichten. Keine halben Sachen.

Und wieso klappt es nicht?

Bin doch auch nur ein Fisch, der ab und zu mal Nähe braucht… Ich werde richtig nervös, wenn ich eine Zeit lang niemanden in den Arm genommen oder geküsst habe… Ist das schlimm?

Nein. Schlimm ist das nicht. 

Ich kann nicht anders… Wenn sich zu viel Sehnsucht anstaut, werde ich zum Nervenwrack. Das hat mich SEX rein GAR NICHTS zu tun. Es ist nur die Nähe, die mir fehlt.

Und was hilft?

Manchmal tun’s ja schon die kleinen Dinge. SMS vom Ascolano z.B. oder ein „squillo“. Dann weiß ich, der denkt an mich. Ach, wie schön. 

SMS sind aber nicht sehr kuschelig…

Ich weiß. :-( Deshalb reicht es auch nicht aus. Verrückt. Ich denke schon drüber  nach, den Fahrradfahrer zu fragen, wie er es so mit gelegentlichem In-den-Arm-nehmen-und-feste-drücken hält…

Davon würde ich abraten.

Ich weiß. Das kann ich nicht machen… Ich glaube, das würde alles wieder genauso kompliziert machen wie vorher.

Già. 

Und dann denke ich: Könnte ja mal den Goldfisch in den Arm nehmen.

OH, super Idee! 

Ja, ja… ich weiß, das wär ebenso blöde… Dann kriegt er gleich wieder Panik, ich könnte rückfällig geworden sein. Dabei bin ich im Moment doch so ruhig… und hab ihn einfach nur lieb.

Geh vorsichtig mit ihm um.

Aber ich glaube, er bräuchte das auch mal. In den Arm genommen werden.

Wer weiß, vielleicht wird er das ja auch…

Ja, das befürchte ich auch. In seinem Heimat-Aquarium scheint er ein anderer Fisch zu sein. Wer weiß, ob da jemand für ihn ist.

Wäre es ihm nicht zu wünschen?

Rational schon… Emotional… würd mich das sehr traurig machen. Gut, dass ich neben meiner Nähe-Berührungs-Sehnsucht ein emotionaler Krüppel bin und mich nicht mehr so leicht verletzen lasse. Bzw. Nichts. An. Mich. Ranlasse. Jedenfalls fast. Nichts.

Nur nachts…

…träume ich von allen Fischen, die mir im Alltag so begegnen und mit allen kuschel ich. Und alle sind für mich da. Aber alle finden sich gegenseitig doof. Nur ich hol mir meine Kuscheleinheiten von ALLEN. Ich bin verrückt. Eindeutig verrückt. Auf Entzug. Würde. Ich. Sagen.

Halt durch!

ABER WOFÜR DENN???

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Mittagessen mit dem Fahrradfahrer

August 18, 2006 at 7:12 (Fahrradfahrer)

Ja. Ich hab mich gefragt: Wie wirst du dich fühlen, wenn du jetzt dem Fahrradfahrer eine SMS schreibst, ob er zufällig heute noch zur Uni fährt, und er antwortet dann nicht?

Und ich habe geantwortet: Wär zwar doof, aber ich wäre nicht zu Tode betrübt. Ich könnte trotzdem konzentriert arbeiten.

Und dann hab ich es gemacht. Weil ich finde, das ist so ok. Denn solange ich alles unter Kontrolle habe und wir uns an öffentlichen Orten treffen, besteht keine Gefahr.

Außerdem will ich ihm nicht komplett den Rücken zudrehen. Das hat er ja nicht verdient. Und ich glaub, davor hat er Angst. Also mach ich das nicht. So.

Und es war nett. Wir saßen in der Mensa und haben gequatscht. Ganz entspannt. Ganz nach seiner Facon. Und ich musste nicht alleine Mittag essen. Ok so. Es war lustig. Ich habe keine Angst mehr vor ihm. Alles gut.

Alles gut, so wie es ist.

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Kein Kontakt

August 16, 2006 at 10:41 (Fahrradfahrer)

Ich wollte ja Selbstkritik üben…

Und wieso tust du’s nicht, Novalee?

Weil ich irgendwie nicht das Gefühl habe…

…, etwas falsch gemacht zu haben?

Naja. Würde deutlich werden – und zwar nicht nur durch Vermutungen – dass der Fahrradfahrer verletzt ist, dann würde ich sagen, ich hätte es nicht so weit kommen lassen dürfen.

Aber reicht es nicht, dass er sich komisch verhält, um zu sehen, dass er verletzt war?

Nein. Normalerweise würde ich auch so denken, aber … das letzte Mal, als ich mich immer wieder an der Überzeugung festgehalten habe „Er ist nur verletzt und verhält sich deshalb so.“, habe ich es immer wieder bitter bereut.

Aber der Fahrradfahrer ist nunmal nicht der Adria-Fisch. 

Nein, ist er nicht. Aber ich habe trotzdem Angst, dass er mir deutlich machen will, dass er mich nicht braucht, indem er mich verletzt. Ich traue ihm nicht mehr. Er hat es einmal bewusst eingesetzt. Das reicht.

Und vermisst du ihn?

Ich weiß es nicht… Ich denke manchmal daran, dass es teilweise einfach lustig mit ihm war. Aber diese Unbeschwertheit gibt es nicht mehr. Ich weiß auch nicht, warum, aber diese Aktion hat ihn weit von mir entfernt. Ich bin da zu belastet.

Und was wirst du nun tun?

Warten. Dass er sich meldet. WENN er sich meldet. Und dann werde ich sehen.

Es war eine schöne Zeit. 

Ja, oder?

Hey. Eigentlich stelle ich die Fragen…

Ja, es war eine schöne Zeit mit dem Fahrradfahrer. Und ich habe es ihm zu verdanken, dass ich mit dem Goldfisch wieder völlig normal umgehen kann.

Novalee… eines Tages… 

Ach ja. Egal. Eines Tages kann noch lange dauern. Bis dahin…

Ok. 

Capito?

Wir sprechen uns noch, Freundchen ;-)

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Schadensbegrenzung

August 14, 2006 at 11:30 (Fahrradfahrer)

Aufgrund erhöhter Müdigkeit nur ein kurzes Update:

Ich habe dich am Samstag absichtlich nicht gegrüßt, weil ich dich nicht stören wollte. Wie nobel.

Alles total entspannt, meinetwegen brauchst du dir keinen Kopf zu machen. Klar. War ja von Anfang an so.

Das war mir alles too much. Jeden Tag telefonieren. Too much. Ach.

Das hat was mit Respekt und Toleranz zu tun. Sag bloß, in wessen Welt das denn?

Naja. Also. Schadensbegrenzung. Ich hätte zwischendurch aufspringen und abhauen können. Aber ich habe es durchgehalten. Hab mir im Stillen immer wieder gesagt: Novalee, dieser Typ ist dazu imstande, dich mental fertig zu machen. Lass das nicht zu. Lass ihm seine Moral und rette dich.

Und so scheint es auch geklappt zu haben.

Er hat erklärt. War aufgeregt. Dann wieder total cool. Hat sich mal wieder 10.000 Mal widersprochen. Aber bleibt natürlich dabei. Alles total locker. Ich habe kein Problem mit gar nichts. Non me ne frega niente. Adriafisch-Mentalität. 

Aha. Mhm. Ja.

Natürlich hab ich in meiner inneren Aufregung mal wieder viel zu viel von meinen Ängsten aufs Parkett gelegt. Seelen-Strip vom Feinsten. Im Grunde habe ich ihm die Waffe an die Hand gegeben: Ich habe ihm gesagt, dass das Schlimmste für mich die Gleichgültigkeit und Ignoranz sind. Wenn er es also drauf anlegt, kann er mich mit Füßen treten. Und das COOLE an ihm ist: Er könnte mich total fertig machen und es am Ende als „nobel“ verkaufen. So schätze ich ihn ein.

Ich habe Angst vor ihm. Krass.

Gut, dass wir geklärt haben: Kein Knutschen. Kein zusammen Einschlafen. Kein zusammen Aufwachen. Nichts dergleichen.

Emotional raus. Zu gefährlich.

Er war total unentspannt. Aber am Ende ging es wieder. Enttäuscht ist der Typ eine Bombe. Also larifari oberflächlich ab jetzt.

So erwachsen. So unglaublich weise. Soll er seine Fassade doch aufrecht erhalten. Ich will die Wucht jedenfalls nicht abbekommen, wenn sie mal bricht. Wer weiß, vielleicht ist er dann der liebenswerteste Mensch auf der Welt.

Menschen, die „eigentlich“ niemandem etwas Böses wollen…

Selbstkritik? Heute nicht mehr. Morgen.

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Eigenartiger Zustand.

August 13, 2006 at 8:03 (Fahrradfahrer)

In dem ich mich da befinde. Ich fühle mich leer. Sehr leer. Nix mehr drin in mir. Ich weiß nichts mit mir anzufangen. Ich bin eine kleines bißchen traurig. Ein kleines bißchen enttäuscht. Ein kleines bißchen wütend. Ein kleines bißchen schuldbewusst. Ein kleines bißchen müde. Ein kleines bißchen ich. Aber nur ein kleines bißchen. Ansonsten bin ich weg. Durchsichtig. Eingerollt. Ruhig. In Nebelschwaden. Im Nichts.

Ich kann nicht weinen. Ich kann nicht lachen. Es gibt nichts. Was macht mein krankes Hirn da mit mir? Was macht das rationale Sushi-Messer? Es schneidet. 3 Gramm Herz. Schnipp Schnapp. 4 Gramm Selbstbewusstsein. Schnipp Schnapp. 5 Gramm Vertrauen. Schnipp Schnapp. XY Gramm ICH. Schnipp Schnapp. Ab in den Müll. In den Boden. In den Treibsand. Weg. Nicht wiederherzustellen.

Diese Leere macht mich verrückt. RAUS? Aber wohin?

Mi sento vuota. Così vuota. Non riesco a sentire niente.

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