Stiller Ozean

August 30, 2007 at 9:30 (KleinerFisch)

Es war still geworden um Novalee. Still und süß. Seit einer Lebenszeit war sie nicht so zufrieden und glücklich. Und das alles nur wegen des Kleinen. Er machte sie glücklich. Und sie konnte es allzu oft selbst überhaupt nicht fassen, dass alles so war, wie es war.

Wer weiß. Warum es so kam. Aber es kam. Wie es kam. Leise. Sehr leise. Der große Sturm. Das war es nicht, was sie brauchte. Sie hatte es geahnt. Und es hatte sich bestätigt. Ich kuschel zu viel mit meinem Mitaquarier rum. Hatte sie zu einer Freundin gesagt. Na, na, na…?! Kam von ihrem Gegenüber. Was? Neeeeee. Das wird nichts. Das ist nur nett. Tja. Und dann kamen die Gedanken. Vielleicht. Oder. Ach. Und. Wie. Aber. Nee. Oder. Doch?

Und nun. Verfestigte sich alles immer mehr. Es wurde näher. Obwohl es von Anfang an schon sehr nah war. Er gab ihr die Ruhe. Die Hoffnung. Und war dabei so lieb und still. Und leidenschaftlich. Und sanft. Und stürmisch. Und lustig. Und klug. Und charmant. Und stark.

Sie genoss es so sehr, dass sie vergaß, wie es ohne ihn war. Wie es war, als ihr Speicher regelmäßig bedrohlich an Inhalt verlor. Als sie Pärchen hinterherstarrte. Als sie knutschte, mit wem auch immer. Als sie eine Liaison nach der anderen einging. Als alles noch aufregend und traurig und gemein und doof war.

Nun war sie glücklich. Und musste sich hüten, sich allzu sehr an ihn zu klammern. Das fiel ihr schwer. Sehr schwer. Aber sie wollte schaffen, ihn glücklich zu machen, ohne ihn einzuengen.

Sie wollte das.

So schön.

So vertraut.

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