Wunsch nach stillem oZEaN, den sie nicht erträgt

Januar 23, 2008 at 12:09 (KleinerFisch, Wasser)

Zu Hause. Heimat. Ruhe. Heimelig. Heimisch.

Zu Hause ist für Novalee mittlerweile ein Begriff, der sich nicht mehr unbedingt positiver Assoziationen bedient. Hui. Stimmen..StimmenStiMMEn. Stell dich nicht so an. Genieß die letzten Monate in studentischer Freiheit. Klammer nicht so. Rede mit ihm. Flipp aus. Lebe. Hör doch nicht auf das Geräusch. Aber es ist da das Geräusch. Und mit ihm. Der Schmerz. Im Kopf. Novalee sieht sich um. In ihrem Aquarium. Und weiß nicht mehr, wo sie hingehört. Alles Statische. Alles Verlässliche. Nicht mehr statisch. Nicht mehr verlässlich. Es dröhnt. Und es wütet. Und es hasst. Und sie klammert sich. An das. Was sie hat. Das einzig Beständige. Paradox. War es doch immer dieser Bereich, in dem es nichts Beständiges gab. Viele Fische im Wasser. Nie einer, der passte. Und nun. Ein kleiner Fisch. Das einzige Beständige? VErrückt. Diese Welt. Sie hatte immer das Gefühl gehabt, vieles im Griff  zu haben. Nur die Fische nicht. Und nun ist da dieser Kleine. Und nichts geht mehr. Nur er. Und sie. Und WIE! Aber die Energie. Ist verschwunden. Die Freude außerhalb dieses KleINen Lebensraumes. Wo ist sie? Ist es denn normal, dass Novalee ein Leben mit Fisch aber ohne Freunde lebt? Naja. So ist es ja nun auch nicht!!! Ok ok. Dann eben ohne FreuDE. Flatline. Kaum Emotionen. Schmerzen. Im Kopf. Dröhnen im Ohr. Ungewissheit. Spannende Ereignisse. Ohne Spannung. Eher mit Abscheu vor den großen Schritten. Die einst so natürlich liefen. Und heute fast erzwungen wirken.

Gleich ist er wieder da. Und die Welt um Novalee herum schwindet. Vernebelt. Schwebt und wabert. Mit Realität hat das nichts zu tun.

Aber wie schafft man es, dieses KleinE grOße Glück auf die Ebene der Realität und aus dem Aquarium heraus zu heben???

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